Juni 2026

Auf den Spuren der Olsenbande – oder wie aus einem Plan etwas ganz anderes wurde


Eigentlich fing alles mit einer ziemlich einfachen Idee an.
“Lasst uns doch mal auf den Spuren der Olsenbande durch Dänemark fahren.”
Jeder, der mit den Filmen groß geworden ist, kennt sie: Egon, Benny und Kjeld. Drei Ganoven, deren Pläne meistens grandios scheiterten und die trotzdem nie aufgaben. Irgendwie passte das ganz gut zu einer Gruppe Motorradfahrer.
Je länger die Planungen jedoch liefen, desto mehr entwickelte die Tour ihr Eigenleben.
Aus der Olsenbanden-Tour wurde eine Reise an die dänische Westküste. Mit dabei sind die Jungs und das Mädel der Bobbergarage BG76 sowie unsere Freunde vom Bunker aus Nünchritz. Zusammen bringen wir es auf knapp 30 Motorräder, überwiegend Harleys, dazu zwei Begleitfahrzeuge für Gepäck, Bier und all die Dinge, die man auf einer Motorradtour unbedingt dabeihaben muss, obwohl man sie am Ende meistens nicht braucht.
Die Route führt uns von Sachsen zunächst nach Lübeck. Von dort geht es weiter an die Nordseeküste nach Vejers Strand bei Esbjerg. Danach warten die beeindruckende Große-Belt-Brücke, Nyborg, Gedser und die Fährüberfahrt über die Ostsee auf uns. Anschließend besuchen wir unsere Bikerfreunde vom Mönchgut auf Rügen, bevor die Tour über das Oderbruch zu Heiko von Odertours führt und schließlich wieder Richtung Heimat geht.


Wobei …
Wer schon einmal mit fast 30 Motorrädern unterwegs war, weiß genau, dass ohnehin nicht alles nach Plan laufen wird.
Und genau deshalb werden solche Touren am Ende die besten Geschichten liefern.
Die Motorräder sind geschniegelt, die Koffer voll, die Fässer verstaut und die Vorfreude groß.
Dänemark – wir kommen.

Tag 1 – Was für ein Start …


Das Wochenende hätte eigentlich nicht besser beginnen können. Eigentlich.
Irgendwelche Vollidioten, die sich im Speckgürtel von Leipzig rumtrieben, fanden es nämlich eine großartige Idee, unserem Sprinter die Seitenscheibe einzuschlagen und sich mit ein paar non-malus-Sachen aus dem Staub zu machen. Nicht gerade die Art von Überraschung, die man sich am Morgen einer Motorradtour wünscht.
Also hieß es erst einmal: Schadensbegrenzung.
Zum Glück ließ uns ein Mercedes-Techniker nicht hängen und organisierte die Reperatur.


Punkt 8:20 Uhr war es dann geschafft. Der Sprinter konnte uns hinterherfahren.


Den Transporter haben wir vor der Reparatur schon beladen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel da zusammen kommt. Sieben Fässer Bier, eine Harley-Davidson für den Transporter-Fahrer und das Gepäck für mehrere Leute bringen selbst einen Sprinter erstaunlich nah an die Volllastgrenze. Dabei hatten wir uns wirklich Mühe gegeben, nicht zu viel einzuladen.


Um 8:30 Uhr ging es dann tatsächlich los – exakt nach Plan.


Bei bestem Motorradwetter spulten wir die ersten rund 400 Kilometer Richtung Norden ab. Sonne, trockene Straßen und angenehme Temperaturen – besser kann ein Tourstart kaum laufen.
Na ja … zumindest für uns.
Matze, Frank und Andreas hatten da deutlich weniger Glück. Die Leipziger Gruppe durfte unterwegs Bekanntschaft mit mehreren Regenschauern machen. Während wir Sonnencreme gebraucht hätten, waren dort vermutlich eher Regenkombis gefragt.
Nach einem Zwischenstopp trafen wir uns mit der Leipziger Truppe im Koopmanns Diner in Lindwedel wieder. Ein guter Treffpunkt, um die Gruppen zusammenzuführen und die ersten Geschichten des Tages auszutauschen.
Danach ging es weiter über die Autobahn Richtung Lübeck.


Drei Stunden Autobahn, zwei Pausen und einige hundert Kilometer später erreichten wir schließlich den Landgasthof Klempau.
Und was sollen wir sagen?
Ein richtig guter Laden.
Zimmer, Essen, Getränke – alles da. Nach einem langen Tag im Sattel tat es gut, einfach mal die Stiefel auszuziehen, etwas zu essen und den Motor für ein paar Stunden Motor sein zu lassen.
Zum Glück verlief der restliche Tag ohne größere Zwischenfälle. Selbst die Koffer, die zwischendurch meinten, sich selbstständig öffnen zu müssen, konnten keine größeren Schäden anrichten.
Gerade eben kam dann noch die Rechnung für unsere Runde auf den Tisch.
Diese entsprach ungefähr einem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen in Deutschland.
Verrückt eigentlich, dass diese Summe erstmal auf vier Köpfe verteilt werden musste.
Nicht etwa, weil sie besonders großzügig sein wollten.
Sondern weil die Zahlmeister und die Jungs mit der Barkasse bereits im Nest verschwunden waren.
Aber diese Geschichte hebe ich mir für morgen auf …

Tag 2 – Manchmal rückt alles in den Hintergrund


Eigentlich fing der Tag richtig gut an.
Das Frühstück im Landgasthof Klempau ließ keine Wünsche offen. Frische Brötchen, Kaffee, Rührei und alles, was man braucht, um einen langen Tag im Motorradsattel zu beginnen.
Etwas schwieriger gestaltete sich dagegen die Abrechnung. Dank unserer Booking-Reservierung und einer zwischenzeitlichen Nachbuchungen waren die Kollegen vor Ort durcheinander. Zwischenzeitlich wollten sie uns deutlich mehr Zimmer berechnen, als wir tatsächlich gebucht hatten. Nach etwas Rechnen, Erklären und gegenseitigem Vergleichen der Unterlagen konnte das Ganze aber geklärt werden.
Also Helme auf, Motoren an und weiter Richtung Dänemark.


Kurz vor dem ersten Tankstopp entdeckte Andy am Straßenrand eine Fischbude. Normalerweise fährt man an so etwas vorbei. Diesmal nicht.
Und das war eine verdammt gute Entscheidung.
Frischer Fisch, ordentlich belegt, dazu die passende Portion norddeutscher Gelassenheit. Manchmal sind es genau diese ungeplanten Stopps, die einem länger in Erinnerung bleiben als manche Sehenswürdigkeit.
Nach der Stärkung ging es weiter Richtung Flensburg.

Und dann passierte das, worüber man bei jeder Tour spricht, aber nie erleben möchte.
Es wurde gebremst. Vielleicht etwas stärker, vielleicht etwas überraschend. Innerhalb von Sekunden war die Situation da. Einer unserer Mitstreiter verletzte sich bei diesem unglücklichen Zwischenfall.


Zum Glück nicht lebensbedrohlich.
Aber trotzdem ernst genug, um allen sofort klarzumachen, wie schnell sich ein perfekter Motorradtourtag verändern kann.
An dieser Stelle mal ganz ohne Ironie und ohne lockere Sprüche:


Jungs und Mädels, versucht heil nach Hause zu kommen.


Kein Foto, keine Sehenswürdigkeit, kein Zeitplan und kein noch so schöner Streckenabschnitt ist es wert, unnötige Risiken einzugehen.
Die Tour ging weiter. Für den einrn ins Krankenhaus, für die anderen Richtung Ziel.

Aber die Stimmung war erst einmal eine andere. Die nächste Rast dauerte länger als üblich. Jeder musste das Geschehene für sich verarbeiten. Manche redeten darüber, andere schwiegen lieber.
Bei fast 30 Motorrädern, zwei Begleitfahrzeugen und einer Menge Menschen ist es in solchen Momenten besonders wichtig, den Überblick zu behalten und aufeinander aufzupassen.
Genau dafür fährt man schließlich in einer Gemeinschaft.


Kilometer um Kilometer arbeiteten wir uns anschließend weiter Richtung Nordseeküste vor.

Doch auch der Tag hatte noch eine weitere Überraschung parat. Beim letzten Tankstopp gab das Motorrad vom Präsi plötzlich den Geist auf. Nichts ging mehr. Startknopf gedrückt, Hoffnung gehabt, nochmal versucht – keine Chance. Also wurde die Maschine kurzerhand aufgeladen. Was genau dahintersteckt, schauen wir uns morgen in Ruhe an


Nach rund 320 Kilometern erreichten wir schließlich Vejers Strand.


Danach wurde die Unterkunft bezogen. Und die hatte echten Schullandheim-Charme. Wie puristisch es dort zuging, zeigte schon die Stromversorgung: eine Steckdose pro Zimmer. Für eigentlich sechs bis acht Leute. Da hätte man problemlos Ladezeiten für Handys, Navis und Kameras verkaufen können.


Aber ehrlich gesagt: Die Lage machte alles wett. Direkt in den Dünen, unmittelbar am befahrbaren Strand von Vejers. Für uns Biker ist das ungefähr ein Fünfer im Lotto. Entsprechend schnell wurden die ersten Fotos gemacht.


Die Angler unter uns zog es anschließend noch ans Wasser auf Wolfsbarschjagd. Das Wasser war gar nicht kalt, dafür machte der Wind die Sache deutlich unangenehmer. Am Ende blieb es allerdings bei der berühmten unsichtbaren Glasforelle.


Währenddessen zauberte das Küchenteam ein richtig leckeres Rostbrätel auf den Tisch. Einfach geil. Die Küche scheint ohnehin das modernste zu sein, was die Unterkunft zu bieten hat.
Im Laufe des Abends traf dann auch unser Bus mit den restlichen Kollegen ein, denn er hatte im Krankenhaus in Flensburg gewartet. Endlich war die Gruppe wieder komplett.

Nach diesem ereignisreichen Tag tat es gut, wieder alle zusammen zu haben.
So fand der Tag doch noch ein gemütliches Ende. Und genau das ist es, was solche Touren ausmacht: gemeinsam losfahren und am Ziel wieder gemeinsam ankommen.


Das wird definitiv noch begossen werden.
Trotz allem blieb die Erkenntnis des Tages bestehen.
Der Tag hätte deutlich schlimmer ausgehen können.
Trotzdem hätte wahrscheinlich jeder von uns gern auf dieses Erlebnis verzichtet.
Manchmal erinnert einen eine Motorradtour daran, warum Kameradschaft mehr bedeutet als gemeinsam Kilometer abzuspulen.
Heute war einer dieser Tage.

Nach dem Fahnapell gab es ein paar Getränke.


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Tag 3 – Dünen, Bunker und Meer
Tag zwei in Dänemark.

Und was soll ich sagen? Hier ist es einfach schön.
Unsere Unterkunft liegt direkt in den Dünen. So weit draußen, dass man den Nachbarn eigentlich nicht auf die Nerven gehen kann. Selbst wenn am Abend mal etwas Musik läuft oder irgendwo ein V2-Motor noch ein letztes Mal gestartet wird.
Aber der Reihe nach


Der Tag begann mit dem Frühstück unserer Küchencrew. Mittlerweile kann man es ruhig sagen: sensationell.
Egal wie lang der Abend vorher gewesen ist, um acht Uhr aufzustehen fällt deutlich leichter, wenn kurz darauf frischer Kaffee in den Becher blubbert und der Duft über das ganze Gelände zieht.


Während die anderen langsam wach wurden, philosophierten die ersten bereits über den vergangenen Tag. Besonders aufgefallen ist uns dabei, dass es hier oben bereits gegen halb fünf morgens erstaunlich hell wird. Für manche war das ein schöner Sonnenaufgang. Für andere eher ein ungefragter Weckdienst.
Boggi, unser “The Mechanic”, hatte bereits vor dem Frühstück seinen ersten Arbeitstag hinter sich.
Beim Präsi vom Bunker musste die Batterie überprüft werden, anschließend an einer anderen Maschine noch schnell einen Luftfilter befestigen. Bis jetzt gab es allerdings noch keine Aufgabe, die sich nicht irgendwie lösen ließ.


Und das alles noch vor dem Frühstück.


Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Küchencrew sensationell ist?
Da merkt man, dass sich Auslandseinsätze bei der Bundeswehr offenbar auch Jahre später noch kulinarisch auszahlen können. Ob zehn, dreißig oder fünfhundert Leute – die Crew liefert einfach ab.
Nach dem Frühstück stand das obligatorische Gruppenfoto auf dem Programm.

Allerdings nicht irgendwo.
Sondern direkt mit den Motorrädern am Strand.
In Vejers bedeutet “mit dem Motorrad zum Strand fahren” nämlich tatsächlich, mit dem Motorrad zum Strand zu fahren.


Zwischen Wohnmobilen, Touristen und Möwen fanden wir schnell einen freiwilligen Fotografen. Die Dänen und Urlauber vor Ort waren ohnehin neugierig auf die lange Reihe Harleys und Chopper.
Man sollte den Sand allerdings nicht unterschätzen.
An manchen Stellen ist er erstaunlich weich. Während wir das noch rechtzeitig bemerkten, hatte sich ein Wohnmobilfahrer bereits etwas optimistisch für die falsche Spur entschieden. Mit vereinten Kräften konnten wir ihn aber wieder auf den befestigten Weg zurücklotsen.
Danach ging es auf Erkundungstour.
Wenn man schon mit dem BUNKER unterwegs ist, dann müssen natürlich auch ein paar Bunker besichtigt werden.


Der Name unseres Motirradfreunde kommt schließlich nicht von ungefähr. Das Klubhaus befindet sich in einem ehemaligen Bunker aus Zeiten des Kalten Krieges.
Übrigens früher gleichzeitig die Turnhalle meines Kindergartens.
Da waren Ossis schon immer pragmatisch.
Die Landzunge bei Blåvand bot dafür genau das richtige Programm. Alte Bunkeranlagen, interessante Informationen zur Geschichte, ein Leuchtturm, Nordseeluft und bestes Wetter.
Genau die richtige Mischung für einen entspannten Tag.
Auch mit den Urlaubern vor Ort kamen wir immer wieder ins Gespräch.
Viele waren begeistert von unserer Truppe, von der lockeren Stimmung und vor allem von unseren Motorrädern.
“Wie alt sind die denn?”
Diese Frage hörten wir öfter.
Na ja, der Anteil an Vergasermotoren ist tatsächlich erstaunlich hoch. Aber klanglich laufen die Maschinen mindestens so gut wie moderne Motorräder.
Dass nicht jeder von unseren Maschinen begeistert ist, merkten wir allerdings später am Abend.
Da klingelte plötzlich das Telefon.
Unser Vermieter rief an.
Es habe Beschwerden von einem Anwohner gegeben.
Wir würden angeblich bis Mitternacht Motorrad fahren und außerdem seien die Maschinen viel zu laut.


Zu unserer Verteidigung muss man sagen:
Mitternacht hätte bei einigen von uns niemand mehr fahren können.
Nicht einmal geradeaus.
Aber gut.
Man kann es halt nicht jedem recht machen.
Zurück im Camp wurde der Tag ausgewertet. Die nächsten Strecken diskutiert, Ideen gesammelt und die kommenden Tage geplant.
Ganz fertig sind wir damit noch nicht.


Das müssen wir mit Boggi, Andy, Thomsen und Howard noch besprechen.

Und der Rest …
Nun ja …
… bleibt gruppenintern.

Tag 4 – Brücken, Wikinger und St. Hans


Heute ging es relativ zeitig los.
Nicht, weil wir es eilig hatten, sondern wegen der Zimmerabnahme.
Unser Vermieter von Efter-Reisen hatte uns dazu eine Liste geschickt, auf der genau stand, was alles zu erledigen war.
Also wurde gewerkelt.


Es wurde gekehrt, aufgeräumt, geputzt und Müll entsorgt, bis alles wieder in einem guten Zustand war.
Dabei hatten wir immer eines im Hinterkopf:
Heute ist St. Hans.
Der dänische Mittsommertag und einer der wichtigsten Feiertage des Landes. Entsprechend war unser Zeitfenster zum Einchecken in der nächsten Unterkunft auf eine Stunde begrenzt.
Zum Glück lief alles reibungslos.
Und natürlich hatte unsere Küchencrew wieder dafür gesorgt, dass niemand hungrig aufbrechen musste.
Heute etwas einfacher als an den Vortagen, aber genauso lecker.
Irgendwann waren alle Motorräder beladen, die letzten Taschen verstaut und die Motoren gestartet.
Auf nach Osten.
Von Vejers ging es quer durch Dänemark Richtung Große-Belt-Brücke.
Unterwegs passierten wir Odense, die Heimat von Hans Christian Andersen. Ob er sich wohl vorgestellt hat, dass einmal fast dreißig Motorradfahrer aus Sachsen durch seine Stadt fahren würden?
Je näher wir der Brücke kamen, desto beeindruckender wurde sie.


Die Große-Belt-Verbindung verbindet Fünen und Seeland und gehört zu den größten Brücken Europas. Die Fahrbahn liegt rund 65 Meter über dem Wasser.
Und genau das merkt man.
Man fährt nicht einfach über eine Brücke – man schwebt gefühlt über dem Meer.
Links Wasser. Rechts Wasser. Vor einem der Horizont.
Ein besonderer Moment.
Einen spektakulären Haltepunkt fanden wir allerdings nicht, also blieb es bei Eindrücken aus dem Sattel – und die reichten völlig.
Pünktlich erreichten wir unsere Unterkunft in Nykøbing.
Einfach, gemütlich, sauber und nah genug an der Stadt.


Gerade wegen St. Hans beschlossen wir, den Abend entspannt anzugehen.
In Dänemark hat dieser Tag einen hohen Stellenwert: Feuer werden entzündet, Familien treffen sich und alle genießen die längsten Tage des Jahres.
Genau deshalb wollten wir rechtzeitig da sein.
Man muss nicht immer Vollgas geben.
Manchmal reicht es, anzukommen, ein kühles Getränk zu nehmen und den Abend zu genießen.


Und genau das haben wir gemacht. Zusammen mit einem zum Teil imposanten Fußmarsch durch die Stadt.
Was danach noch passiert ist?
Darüber morgen mehr….


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Tag 5 – Fähre, Fischbrötchen und eine Busfahrt für die Geschichtsbücher


Die Nacht war diesmal etwas kürzer.
Nicht, weil wir früh losmussten.
Na gut … auch deshalb.


Aber vor allem, weil wir gestern Abend noch eine ganze Weile vor unserer Unterkunft saßen und gequatscht haben. Irgendwie sind genau das die Stunden, an die man sich später genauso gern erinnert wie an die gefahrenen Kilometer.
Die Abfahrt war für 7:30 Uhr angesetzt.
Schließlich wollten wir die 9-Uhr-Fähre ab Gedser nach Rostock bekommen.
Also hieß es: Motorräder beladen, Helm auf und los.
Oder auch nicht.
Denn der Präsi hatte wieder ein kleines elektrisches Eigenleben in seiner Harley.
Gestern lief sie tadellos.
Heute: nichts.
Nur ein müdes Klacken.
Also wieder Sitzbank runter, Startbooster dran und einmal tief durchatmen.
Knopf gedrückt.
Läuft.
Na also.
Das war’s hoffentlich erst einmal mit den Stromproblemen.
Die Straßen Richtung Gedser waren am frühen Morgen herrlich leer. So kamen wir völlig entspannt am Fährhafen an.
Die Tickets hatten wir vorsorglich bereits am Abend zuvor online gebucht.
Somit blieb sogar noch Zeit, sich ein wenig die Beine zu vertreten.
Unsere Fähre – die Berlin – lag bereits am Kai.
Schon von außen fällt sie auf. Besonders interessant ist der große rotierende Flettner-Rotor an Deck. Dabei handelt es sich um einen senkrechten Zylinder, der sich dreht und mithilfe des sogenannten Magnus-Effekts zusätzlichen Vortrieb aus dem Wind erzeugt. Das spart Treibstoff und reduziert den CO₂-Ausstoß. Verrückt eigentlich, dass moderne Schiffe wieder auf Windkraft setzen – nur eben etwas anders als früher.

Pünktlich legten wir ab.
Die zwei Stunden Überfahrt wurden ganz unterschiedlich genutzt.
Die einen frühstückten erst einmal in Ruhe.
Andere suchten sich einen Platz an Deck und genossen die Sonne.
Und wieder andere machten einfach das, was Motorradfahrer auf Fähren besonders gut können:
Nichts.


Kurz vor Rostock hatte Scandlines dann sogar noch ein kleines Unterhaltungsprogramm organisiert.
Zumindest sah es so aus.


Direkt neben unserem Schiff übten Spezialkräfte der Polizei das Entern eines fahrenden Schiffes. Schnelle Boote und jede Action.
Schon beeindruckend, so etwas einmal aus nächster Nähe zu erleben.
In Rostock führte unser erster Weg zunächst zu Harley-Davidson.


Ein bisschen stöbern geht schließlich immer.
Außerdem haben wir dort gleich zwei Bikes vom Hänger abgeladen. Sie waren aus Kostengründen auf dem Trailer mitgereist und wurden nun abgeladen.
Das spart immerhin rund 180 Euro Fährkosten.
Von dort aus ging es gemütlich über die Landstraßen Richtung Rügen.
Um Punkt 15 Uhr hatten wir eine Verabredung.
Mit Anne.
Sie betreibt den Imbiss am Bodden in Klein Zicker.
Obwohl eigentlich ihr freier Tag gewesen wäre, hat sie extra für uns geöffnet.


Und was sollen wir sagen?
Fischbrötchen, kalte Getränke und – „im Glas eingefangene Sonne“.
Mehr braucht man eigentlich nicht.
Direkt am Wasser sitzen, aufs Meer schauen, ein Fischbrötchen in der Hand und mit guten Freunden zusammensitzen.
Es gibt deutlich schlechtere Möglichkeiten, einen Nachmittag zu verbringen.
Nach dem Einchecken im Hotel ging es direkt weiter zu unseren Freunden von den Mönchgut Bikern.
Die waren gerade selbst von ihrer Polentour zurückgekommen.
Entsprechend groß war der Gesprächsbedarf.
Es wurde erzählt, gelacht, gefachsimpelt und natürlich auch ein wenig über Motorräder diskutiert.


Die Zeit verging wie im Flug.
Irgendwann stellte sich dann allerdings die Frage:
Wie kommen wir eigentlich wieder zurück?
Ein Taxi?
Fehlanzeige.
Also blieb nur der Linienbus.
Der Fahrer ahnte vermutlich schon beim Einsteigen, dass das keine ganz gewöhnliche Fahrt werden würde.
Sagen wir es mal so:


Diese Tour wird er wahrscheinlich noch seinen Kollegen erzählen.
Und vielleicht sogar seinen Enkeln.
Den krönenden Abschluss fand der Abend schließlich im Milchbock.
Damit endete ein Tag, der eigentlich alles hatte:
Fähre, Technik, Motorradfahren, Fischbrötchen, alte Freunde und eine Busfahrt, die vermutlich genauso legendär wird wie manch gefahrene Kurve.
An dieser Stelle deshalb ein herzliches Dankeschön an Anne, Tilly und die Mönchgut Biker.
… und natürlich an unseren tapferen Busfahrer.
Der hat heute vermutlich mehr erlebt als in einer ganzen Arbeitswoche.

Tag 6 – von der Ostsee ins Oderbruch


Ich wiederhole mich.
Aber der gestrige Abend bei den Mönchgut Bikern und vor allem die legendäre Rückfahrt mit dem Linienbus waren einfach sensationell.
Der einzige Haken:
Die Nacht war viel zu kurz.


Als das Frühstück um acht Uhr auf dem Tisch stand, hatten die meisten von uns gerade einmal vier oder fünf Stunden Schlaf hinter sich.
Zum Glück entschädigten die beiden Hotels Alexa und Koopmanns dafür auf ganzer Linie. Wir haben uns dort richtig wohlgefühlt.


Eine kleine Geschichte vom Vortag muss ich aber noch loswerden.
Unsere Motorräder waren der Dame an der Rezeption offenbar etwas zu laut. Trotz vorheriger Absprache durften wir sie dort nicht abstellen.
Zum Glück gibt es Menschen, die nicht lange reden, sondern einfach helfen.
Ein riesiges Dankeschön deshalb an Antje vom Tennisstübchen in Göhren. Sie organisierte kurzerhand eine Alternative.
Liebe Antje, vielen Dank dafür!


Bei dem herrlichen Sommerwetter ließ sich das Frühstück wunderbar draußen genießen. Bereits um neun Uhr zeigte das Thermometer knapp 24 Grad.
Dann kam die Nachricht unseres Roadcaptains:
Abfahrt erst um 11:30 Uhr.


Was für ein Luxus.
Also blieb noch genügend Zeit, gemütlich an der Strandpromenade zu sitzen, die Füße in die Ostsee zu halten, eine Runde baden zu gehen …
… oder den Reiseblog weiterzuschreiben.


Gegen Mittag starteten wir schließlich zur nächsten Etappe.


Unser Ziel:
Heiko von Odertours im Oderbruch.
Die Strecke verlief völlig entspannt. Wenn man einmal von einer historischen Katzenkopf-Pflasterstraße absieht, die eher an eine Offroad-Prüfung erinnerte als an eine normale Landstraße. Unsere Harleys haben sie zwar gemeistert, komfortabel war allerdings etwas anderes.


Mit zwei Zwischenstopps arbeiteten wir uns zügig Richtung Oderbruch vor.
Die eigentliche Herausforderung des Tages war ohnehin nicht die Strecke.
Sondern die Hitze.
34,5


Viel trinken, regelmäßig Pausen machen und konzentriert bleiben.


Zum Glück kamen schließlich alle wohlbehalten an.
Bei Heiko fühlt man sich sofort wieder ein bisschen wie früher.
Das kleine Feriencamp erinnert an Ferienlager aus Kindertagen. Übernachtet wird in kleinen Holzhütten, die eher an ein Zweimannzelt mit Holzwänden erinnern. Wer möchte, kann sogar direkt draußen auf der Wiese schlafen.


Genau das macht den Charme dieses Ortes aus.
Hier geht es nicht um Luxus.
Hier geht es ums Zusammensein.
Kaum angekommen, wurden erst einmal die wirklich wichtigen Dinge erledigt.


Der Bierkühler wurde aufgebaut.


Erst danach kümmerten wir uns um die Motorräder und das restliche Gepäck.
Die Prioritäten stimmen also weiterhin.
Während dann die Angeln ausgeworfen wurden, zauberte unsere Küchencrew schon wieder ein hervorragendes Abendessen.

Zum Glück hatten sie sich nicht auf Fischgerichte vorbereitet. Aber das kann ja noch werden.


Langsam gehen mir tatsächlich die Superlative aus.
Es wurde gegessen, gelacht, erzählt und bis tief in die Nacht zusammengesessen.
Und genau solche Abende sind es, die man Monate später noch im Kopf hat.

Nicht die Kilometer. Vielleicht die Hotels.
Nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten.
Sondern diese besonderen Momente mit guten Freunden, den Spaß, den man zusammen gemacht hat – irgendwo auf einem kleinen Fleckchen Erde, fernab vom Alltag.
Genau deshalb fahren wir los.


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Tag 7 – Schrauben, Angeln und einfach mal nichts tun


Heute war motorradfrei.
Na ja …
Zumindest für die meisten.
Ein paar von uns zog es trotzdem noch einmal kurz über die Grenze nach Polen. Ein bisschen essen gehen, ein paar Zigaretten kaufen und sich im Restaurant einfach mal richtig verwöhnen lassen.
Eben ganz normale Bikerdinge.


Der größere Teil unserer Truppe hatte allerdings einen deutlich entspannteren Tagesplan.
Vor allem unsere Fischcrew wollte endlich beweisen, was in ihr steckt.
Also ging es schon früh morgens mit den Angeln ans Wasser.
Zumindest die Köderfische ließen sich nicht lange bitten.
Teilweise im Minutentakt zappelten sie an den Haken.
Das ließ natürlich auf einen erfolgreichen Angeltag hoffen.
Während die einen also hochkonzentriert aufs Wasser schauten, und mit dem Boot nach den, nur Einheimischen bekannten Fischstellen suchten, beschäftigten sich die anderen mit deutlich wichtigeren Dingen.


Baden. Kanu fahren
Bier trinken.
Quatschen


Und einfach mal gar nichts machen.
Das Feriencamp liegt direkt an einem Nebenarm der Oder. Bei den Temperaturen hätte man sich keinen besseren Platz wünschen können. Immer wieder ging es kurz ins Wasser, um sich abzukühlen, bevor man sich wieder in den Schatten setzte.
Genau so stellt man sich einen Ruhetag vor.
Die Küchencrew konnte ihre Erfolgsserie übrigens nahtlos fortsetzen.


Die Angelabteilung dagegen …
… war stets bemüht.


Nachdem sämtliche Köderfische aufgebraucht waren und sich die großen Räuber trotzdem erfolgreich versteckt hatten, kehrten unsere Petrijünger ohne Ausbeute zurück.
Der Stimmung schadete das allerdings überhaupt nicht.
Schließlich stand am Abend Grillen auf dem Programm.
Und ob Fisch oder Schwein auf dem Rost landet, ist am Ende eigentlich egal.
Hauptsache, es schmeckt.
Und das tat es.

Selbst am Abend zeigte das Thermometer noch rund 24 Grad.
Also ging es zwischendurch immer wieder in die Oder.
Nicht nur zur Abkühlung.
Sondern auch, weil anschließend die Werkstatt eröffnet wurde und ein kühler Kopf wichtig ist.


Denn heute standen einige Reparaturen an.
Beim Motorrad unseres Präsi konnten wir den Fehler endlich eingrenzen.
Nachdem wir die Maschine in den vergangenen Tagen schon mehrfach notdürftig wieder zum Laufen gebracht hatten, fanden wir schließlich den Übeltäter.
Ein aufgescheuertes Ladekabel zwischen Regler und Batterie.
Immer wenn die beschädigte Stelle den Rahmen berührte, gab es einen Kurzschluss.
Und der wiederum sorgte regelmäßig dafür, dass sich die Batterie verabschiedete.
Warum das Kabel ausgerechnet dort verlegt worden war, wird vermutlich für immer ein Geheimnis von Milwaukee bleiben.
Fest stand nur:
Eine neue Batterie musste her.
Zum Glück hatten einige Kollegen vom Bunker und von uns, die aus beruflichen oder privaten Gründen die Tour nicht komplett mitfahren konnten, angekündigt, noch ins Oderbruch nachzukommen.

Und das Beste:
Sie brachten gleich neue Batterien aus der BG76 mit.
Am späten Nachmittag trafen sie tatsächlich ein.
Gerade rechtzeitig zum Abendessen.
Das Essen war allerdings schnell Nebensache.
Viel wichtiger waren die Geschichten.
Jeder hatte inzwischen etwas erlebt, jeder hatte etwas zu erzählen und plötzlich war der ganze Abend mit Lachen, Fachsimpelei und den Erlebnissen der vergangenen Woche gefüllt.


Ganz nebenbei bekam auch das Motorrad vom Präsi wieder neues Leben eingehaucht und durfte endlich den Transportanhänger verlassen.
Und wenn wir schon einmal dabei waren, wurde auch Bettis Maschine wieder fit gemacht.
Seit ihrem Ausfall am Strand von Vejers hatte sie keinen Mucks mehr von sich gegeben.
Jetzt lief auch sie wieder.


Dass diese beiden Reparaturen für unsere Heimreise noch eine entscheidende Rolle spielen würden …
… dazu morgen mehr.

Tag 8 – Jede Tour geht einmal zu Ende


Was für eine Sommernacht.
Gestern haben wir noch in den Geburtstag von Tino hineingefeiert. Und wie das bei Motorradfahrern nun einmal ist, blieb es natürlich nicht bei einem schnellen “Herzlichen Glückwunsch”.
Es wurde erzählt, gelacht und das ein oder andere Kaltgetränk vernichtet.
Entsprechend spät krochen wir anschließend in unsere Hütten.
“Krochen” passt übrigens hervorragend. Wer die kleinen Unterkünfte bei Heiko kennt, weiß warum.
Einige verzichteten sogar ganz darauf und schliefen direkt draußen unter freiem Himmel.


An dieser Stelle muss aber einmal ein Thema angesprochen werden, über das in jeder Motorradgruppe diskutiert wird, öffentlich allerdings kaum jemand spricht.
Das relativ laute Atmen.
Manche nennen es auch Schnarchen.
Es ist schon erstaunlich.
Schlafen drei Leute in einem Zimmer, behaupten morgens grundsätzlich mindestens zwei, dass die anderen geschnarcht hätten.
Selbst schuld, würde ich sagen.
Ich war am frühen Morgen noch einmal draußen.
Aus nahezu jeder Hütte drang ein mehr oder weniger rhythmisches Gebrumme.
Es klang ein bisschen wie im Bärengehege eines Zoos.
Aber mal ehrlich:
Wer nachts noch genug Kraft hat, den anderen beim Schnarchen zuzuhören, der hat tagsüber definitiv nicht alles gegeben.


Da um 10 Uhr scharfer Start angesagt war, wurde morgens noch einmal gemeinsam aufgeräumt.
Hütten sauber machen, Zelte aufräumen, Müll einsammeln und das Gelände so verlassen, wie man es selbst gern vorfinden würde.
Der Wetterbericht kündigte bis zu 40 Grad an.
Die üblichen Schlagzeilen überschlugen sich bereits mit Formulierungen wie “lebensbedrohliche Hitze”.

Ich glaube trotzdem, dass Wärme im Sommer grundsätzlich nichts Neues ist.
Vielleicht täte es uns allen gut, wieder mehr natürliche Schatten durch Bäume zu schaffen, anstatt jeden freien Quadratmeter zuzubetonieren und sich anschließend darüber zu wundern, dass es heiß wird.


Bevor wir losfuhren, wollte Heiko noch unbedingt ein großes Gruppenfoto machen.
Und genau in diesem Moment entschied Bennos Motorrad, dass jetzt Schluss sei.
Das Vorderrad verlor langsam Luft.
Man könnte sich darüber ärgern.
Oder man betrachtet es als Wink von Odin.
Schließlich durfte unser Alterspräsident die letzte Etappe nun ganz entspannt im Begleitfahrzeug verbringen.


Der zweite Platz auf dem Anhänger war damit wieder belegt.
Die Strecke durch das Oderbruch Richtung Wendisch Rietz war wunderschön.
Kurvige, gut ausgebaute Landstraßen schlängelten sich zwischen Feldern, Wäldern und kleinen Dörfern hindurch.
Genau so macht Motorradfahren Spaß.
Wäre da nicht diese Hitze gewesen.
Der Fahrtwind fühlte sich längst nicht mehr kühl an.
Eher wie ein Heißluftföhn direkt ins Gesicht.
Am nächsten Tankstopp dann die nächste Überraschung.
Wieder wollte ein Motorrad nicht mehr anspringen.
Kein Mucks.
Also hieß es erneut: aufladen und weiterfahren.
Mittlerweile lief das schon fast routiniert.
In Wendisch Rietz legten wir bei Benno noch einmal eine längere Pause ein.
Seine Frau hatte Würstchen vorbereitet, kalte Getränke standen bereit und bei knapp 40 Grad schmeckt ein kühles Bier tatsächlich gleich doppelt so gut.


Hier wurde allen langsam bewusst, dass sich unsere Tour dem Ende näherte.
Nach der Verabschiedung von zwei unserer Mitfahrer ging es weiter Richtung A13.
Kurz vorher wurde noch einmal vollgetankt.
Dabei fiel plötzlich auf, dass sich an einer Triumph der Zahnriemen langsam aufzulösen begann.
Also wanderte auch dieses Motorrad noch auf den Anhänger.


Langsam wurde der Platz knapp.
Wäre das so weiter gegangen, hätten wir für die letzten 120 Kilometer vermutlich tatsächlich noch einen zweiten Transporter gebraucht.
Zum Glück blieb es dabei.
Die letzten Kilometer verlangten noch einmal volle Konzentration.


Der Fahrtwind fühlte sich mittlerweile ungefähr so an, wie sich Pommes in einer Heißluftfritteuse fühlen müssen.
Knapp 2.000 Kilometer lagen inzwischen hinter uns.
Und dann war er plötzlich wieder da.
Der Bunker.
Da merkt man übrigens, dass ein Klubhaus unter der Erde auch Vorteile haben kann.
Während draußen die Hitze flimmerte, herrschten drinnen angenehm kühle Temperaturen.
Jetzt war Zeit für das erste Begrüßungsgetränk.
Vor allem aber war Zeit, einmal durchzuatmen.

Alle waren gesund angekommen und auch Franks Finger ging auch schon wieder. Hier noch einmal großen Dank an Katrin von endlich.ich in Rostock und an Heiko für die Unterstützung bei der Arzt-Suche um Franks Verband fachmännisch wechseln zu lassen.
Genau das ist am Ende das Wichtigste. Das wir zusammen funktionieren.


Einige machten sich direkt auf den Heimweg.
Die anderen begannen bereits, Anhänger auszuräumen, Bierkisten zu stapeln und das ganze Material wieder an seinen Platz zu bringen.

So endet eigentlich jede Motorradtour.
Mit Be- und Entladen.
Mit Umarmungen guter Freunde.
Mit einem letzten gemeinsamen Bier.
Und mit diesem besonderen Gefühl, eine verdammt gute Zeit mit einer großartigen Truppe erlebt zu haben.

Genau deshalb freuen wir uns jetzt schon auf die nächste Tour.

Statistik

Insgesamt knapp 2000km

7 Tage

35 Fahrer, 29 Motorräder, 2 Begleitbusse

7 Ausfälle, die zum Teil behoben werden konnten

4 Übernachtungsstationen

7 Fässer Bier auf der Tour / 2 Fässer Bier im Oderbruch

unzählige Dosen Tuborg und alkoholfreie Erfrischungsgetränke

und eine ganze Menge Spaß

Mehr Reiseberichte gibts hier: https://www.nm-ri.de

Ein Kommentar

  1. Danke Lutz, für diesen bezaubernden Reisebericht, der die vielen Erlebnisse noch einmal gedanklich hervorruft.
    Herzlichen Dank an die Küchencrew, die Reparateure, Organisatoren, Fahrer und Helfer in den Bussen. Es war eine beeindruckende Reise, zwar fast ohne Sehenswürdigkeiten, dafür aber mit viel Sinn für Freundschaft und Zusammenhalt.
    Mit aufrichtigem Dank, dass ich dabei sein durfte, Betti

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